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Welcome to Miami

Unsere kleine Rundreise in Florida geht mit einem unschönen Ereignis zu Ende, denn irgend ein Sprallo hat unseren Laptop aus unserem Motelzimmer geklaut. Das wäre an sich ja nicht so schlimm, wären da nicht unsere ganzen Fotos drauf. Wir haben zwar Sicherungen auf ner externen Festplatte, aber ein Teil der Kalifornien- und Miamifotos sind trotzdem für immer verloren. Jetzt ärgern wir uns, dass wir nicht gleich alles doppelt gesichert haben. Aber uns gehts gut, wir hatten eine tolle und vor allem warme Zeit in Florida und freuen uns jetzt auf Washington und New York.

Aber nun von Anfang an: Wir landeten abends in Miami und waren Dank der drei Stunden Zeitverschiebung ein wenig verwirrt und nicht doll müde als wir endlich Auto und Hotel gefunden hatten. Wir wohnten in einer recht wuseligen, auf Spanien getrimmten Straße und so gingen wir abends um elf noch zu einem netten Brasilianer mit ganz guter Küche. Hier lernten wir einen Australier kennen und schwatzten ausführlich und vor allem bis spät in die Nacht mit ihm.

Wir entschieden uns noch zwei Nächte hier zu bleiben und zogen in ein ruhigeres Zimmer um. Danach schauten wir uns ein bisschen um und entdeckten, dass wir nur ein paar Minuten vom Strand entfernt waren. Also hüpften wir ins Wasser und waren baff, als wir keinen Unterschied in der Temperatur feststellen konnten. Ein wenig erfrischend war es dennoch. Anschließend gingen wir wieder zum Brasilianer um was zu essen und das erste Deutschlandspiel zu gucken.

Wir verbrachten die Tage in Miami am Strand, schauten und das Zentrum der Stadt an und probierten ein paar der Restaurants in unserer Straße aus, darunter auch ein unverschämt teurer Italiener. Wir machten einen auf der Osterinsel geborenen Kellner glücklich, der sich sehr über ein T-Shirt von Andy freute. Nach der dritten Nacht brachen wir in Richtung Everglades auf um dort ein Bootstour mit diesen riesigen flachen Booten mit dem Propeller am Heck zu machen. Das war auch ziemlich spannend, vor allem aber heiß. Wir sahen sogar ein paar Alligatoren unter Wasser schlummern oder gerade kurz nach Luft schnappen. Im naheliegenden Fort Lauderdale suchten wir uns ein Motel und packten uns an den Pool, der auch nicht viel kälter als die Luft war.

Am nächsten Morgen lotste uns unser Navi - mittlerweile mit der Stimme von Sky DuMont - zu einem Starbucks und wir versorgten uns mit Kaffe für unsere zweistündige Fahrt zum Kennedy Space Center. Dort angekommen stellten wir fest, dass die NASA wirklich Geld braucht, denn der Eintritt schlug mit 80$ zu Buche. Lächerliche 80$ wie wir einen Tag später im Disney World feststellen sollten. Jedenfalls gibt das Space Center alles her, was man haben will: ein Shuttle zum reinlaufen, einen ziemlich coolen Shuttlestart-Simulator und recht viele Videos mit Rückblicken und Erklärungen. Und es wären ja nicht die Amis, wenn das alles nicht noch gemischt wäre mit einer fast penetranten Zugabe von Patriotismus.

Wir ließen uns mit dem Bus zu den riesigen Gebäuden fahren, in denen die Shuttles zum Start vorbereitet werden, sahen die Startvorrichtungen aus der Nähe und zu guter Letzt noch eine echte Saturn V mit Mondmodul. Ziemlich fertig von der Hitze schleppten wir uns dann noch in eine relativ schwache Star Trek Performance und fuhren anschließend nach Orlando in das Laptopklaumotel. Wir hatten ein überraschend gutes Abendessen in einem Diner um die Ecke und stiefelten am nächsten Morgen voller Erwartungen nach Disney World. Unverschämte 330$ Eintritt und 28$ Parkgebühren später hatten wir zwei Tage Zeit, möglichst viel zu sehen. Wir erkundeten am ersten Tag den bekanntesten Park, das Magic Kingdom. Wer Disney mag kommt hier wirklich auf seine Kosten. Alles ist mit so einer Liebe zum Detail und zum Hintergrund der jeweiligen Szenerie entworfen, dass einfach nur das Anschauen der Umgebung schon Spaß macht. Dann gibt es ziemlich viele Achterbahn- und Wasserfahrten, riesige Abenteuerspielplätze zum Erkunden für Kinder und natülich alle Nase lang Shops wo es alles nur Erdenkliche aus dem Disney Universum gibt. Der einzige Ärger ist, dass man überall ewig ansteht, um dann ein paar Minuten in der Attraktion zu verbringen. Eigentlich gibt es hier so genannte Fast Passes, die es einem erlauben, in der Wartezeit irgendwo rumzuschlendern und dann zu einem bestimmten Zeitpunkt wieder zu kommen, allerdings machte uns ein heftiges Gewitter einen ordentlichen Strich durch die Rechnung. Bei unseren Rückkerzeiten waren die Wasserbahn und das andere Ding wegen Schlechtwetter geschlossen. Wir hatten trotzdem eine Menge Spaß und sahen dann abends im Dunkeln noch die Disney-Heile-Welt-Parade mit putzigen Kreaturen und leuchtenden und blinkenden Wagen. Müde und fertig vom Tag fielen wir ins Bett und stellten uns den Wecker pünktlich zum Anpfiff des zweiten deutschen Spiels.

Das hätten wir auch lassen können, der Schiri war doof und sowieso, aber wir nutzten die Zeit zum Wäsche waschen und entschieden uns, unseren zweiten Tag in den Disney Hollywood Studios zu verbringen. Keine schlechte Wahl, denn hier gabs von den Muppets, über Toy Story, und Indiana Jones bis hin zu Star Wars einfach alles. Wir fuhren auch mit der Aerosmith Rock'n Roll Achterbahn, die mal eben mit nem Looping startet. Mit zittenden Knien überlebten wir den Ritt, schlenderten noch einmal durch einen Haufen Shops und kamen wieder recht spät im Motel an, wo dann der Bockmist mit dem Laptop auf uns wartete. Mittlerweile hatten wir zwei nette Cops hier, haben eine Anzeige aufgegeben und unsere Aussage gemacht. Viel Hoffnung gibt es nicht, da machen wir uns nichts vor. Für euch zu Hause bedeutet das jetzt leider, dass ihr keine Fotos mehr bekommt, denn vom iPhone aus lassen die sich leider nicht hochladen. Vielleicht finden wir ja mal nen Internetcafé. So. Wir müssen jetzt gleich zum Flieger, vorher drücken wir noch schnell Australien die Daumen, dass es wenigstens das Unentschieden nach Hause trägt.

Seid lieb gegrüßt und bis bald - eure zwei Weltenbummler.

Kommentare

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Bärbel_u_Manfred sagt:

Hallo Ihr lieben fleißigen und von der Mauserei etwas geplagten Weltenbummler, Kopf hoch bisher ist doch alles bestens gewesen, freut Euch, dass Ihr gesund und munter seid - alles weitere wird sich doch (oder vielleicht wieder-) finden. Wir danken Euch so für Eure ausführlichen Berichte, sie sind wirklich ein Knaller!! Neben all den tollen Begegnungen und Fotos hat uns besonders der Begriff "Staatenhüpfen" amüsiert- also wir wünschen Euch, dass Ihr ab jetzt ausschließlich angenehme Erlebnisse genießen werdet und bis bald seid doll umarmt und behütet - Eure M+V mit Benni

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Schwesterchen sagt:

Oberblöder Mistsaftsack! Und Doofkopp!
Aber schön, dass es euch sonst gut geht. Heute eine schöne Reise mit dem Zug - ich bin gespannt, wie das so ist im Flugzeugland :-)
Viel Spaß in New York - und alle Langfinger sollen sich von Euch fernhalten.
Sonnige Grüße aus Berlin
Schwesterchen